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TRENDS FÜR MOBILE NETZWERKE

Es gibt eine Reihe von Entwicklungen, welche die zukünftige Datenkommunikation und -netzwerke dominieren werden: 5G, 6G und das Mega-Thema Energieeffizienz.

Mobile Netzwerke erfahren seit Jahren einen enormen Innovationsschub. 5G als Mobilfunkstandard ist für Unternehmen mittlerweile fast unerlässlich geworden. Vor dem Hintergrund der Energiekrise werden die kommenden Jahre eine immense Herausforderung darstellen.

Energieeffizienz

Da der Druck von Verbrauchern, Regierungen und Umweltgruppen stark zunimmt, wird Nachhaltigkeit ein Mega-Thema für viele Branchen. Schätzungen zufolge ist die Telekommunikationswirtschaft derzeit für 1,8 – 3,9 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um das Pariser Abkommen einzuhalten, müssen Telekommunikationsunternehmen ihre Emissionen bis 2030 um 45 % reduzieren und gleichzeitig werden immer mehr Staaten entsprechende Maßnahmen gesetzlich vorschreiben. Ein Punkt, an dem Einsparungen erzielt werden können, sind energieeffiziente Funkübertragungstechnologien. Dieses Jahr sollte evaluiert werden, ob und wo Modernisierungsbedarf besteht. Erhöhter Stromverbrauch alter Infrastruktur schlägt sich schließlich nicht nur in einer schlechten Umweltbilanz nieder, sondern zunehmend auch finanziell.

5G

Der 5G-Ausbau wird weiter an Fahrt aufnehmen. Die Technologie wird u.a. eingesetzt werden, um die mobile Breitbandnutzung zu verbessern und wettbewerbsfähige Fixed-Wireless-Access-Dienste (FWA) zu ermöglichen. Um die Vorteile der 5G-Technologie voll auszuschöpfen, werden mehr 5G-Standalone-Funktionen implementiert, wovon Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen gleichermaßen profitieren. Die Spanne reicht vom einfachen Kontakt zu Freunden und Familie über den effizienten Zugriff auf digitale Bürgerdienste bis hin zum flexiblen Remote-Arbeiten. Anwendungen wie Metaverse, Web3, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen veranlassen Betreiber von Rechenzentren dazu, sich auf Edge-Funktionen zu fokussieren, um jederzeit und überall Datenzugriff mit geringer Latenz zu ermöglichen. Immer mehr Daten sind latenzempfindlich sein und erfordern einen schnelleren Zugriff. Diese Entwicklung beschleunigt die Migration von einer größeren Kern- und einer kleineren Edge-Rechenzentrumsarchitektur zu einer kleineren Kern- und einer größeren Edge-Architektur.

6G

Obwohl 5G noch nicht flächendeckend im Einsatz ist, wird schon am Mobilfunkstandard der nächsten Generation gearbeitet, für dessen Einführung in Deutschland das Jahr 2030 anvisiert wird. Die Erfahrungen aus dem 5G-Ausbau fließen direkt in den 6G-Entwicklungsprozess ein. Ziel des neuen Standards sind Transferraten von bis zu 400 GBit/s. Die Signalverarbeitung beim Senden mit derart hohen Geschwindigkeiten erfordert spezielle Algorithmen, an denen bereits geforscht wird. Experten rechnen damit, dass künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen tragende Funktionen in diesem Netz wahrnehmen werden.

23.01.2022