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SPAREN MIT OPTIMIERTEN MICROSOFT-LIZENZEN

Microsoft hat angekündigt, für seine Produkte und Lizenzen die Preise zu erhöht und die Lizenzoptionen zu ändern. Die Preiserhöhung wird mit dem gestiegenen Funktionsumfang von Microsoft 365 und Office 365 begründet. Um die einzelnen Produkte richtig zu lizenzieren und Kosten zu sparen, sollten alle Lizenzen und Verträge auf den Prüfstand kommen.

Microsoft hat zwar noch Aufschub gewährt, allerdings ist zu erwarten, dass die geplanten Preiserhöhungen von 10 – 20 % noch im Jahr 2022 vollzogen werden. Doch selbst diejenigen, die noch ein „günstiges“ Abonnement abgeschlossen haben, müssen ab 2023 höhere Preise bezahlen.

Hinzu kommen Neuerungen in der Lizenzierung, mit denen sich Microsoft-Kunden auseinanderzusetzen haben. Besonders betroffen sind Abonnements von Microsoft 365, bei denen sich die Lizenzbedingungen für verschiedene Verträge ändern; z.B. bei monatlichen oder jährlichen Zahlungsintervallen. Lizenzbeauftragte in Unternehmen sollten prüfen, welche Änderungen und Optimierungsmöglichkeiten es gibt.

Seit Ende 2021 gibt es bei Microsoft keine Open-License-Programme mehr. Wer auf dieses Lizenzmodell gesetzt hat, sollte prüfen, ob das aktuelle Modell richtig umgestellt wurde oder ob es bessere Alternativen gibt.

Geräte- und Benutzer-Lizenzen beachten

Microsoft Zugriffs-Lizenzen (CALs) gibt es als Geräte- und als Benutzerlizenzen. Wenn Unternehmen mit Geräte-CALs lizenzieren, müssen sie für jeden PC, der auf diesen Server zugreift, eine Lizenz erwerben. Wenn ein Nutzer mit mehreren Endgeräten (PC, Notebook, Tablet oder Smartphone) auf den Server zugreift, sind für diesen User mehrere Geräte-CALs notwendig. Dasselbe gilt für den Einsatz im Home-Office – auch für diese Endgeräte ist eine Geräte-Lizenz erforderlich, wenn nicht mit Benutzer-Lizenzen gearbeitet wird.

CALs sind bei Microsoft an die Version gebunden. CALs für Windows Server 2019 dürfen nicht für Windows Server 2022 genutzt werden. Allerdings ist es erlaubt, mit CALs für Windows Server 2022 auf Server mit Windows Server 2019 zuzugreifen. Daher sollten immer die aktuellsten CALs eingesetzt werden. Jeder Nutzer mit einer Benutzer-CAL kann an beliebig vielen Computern eine Verbindung mit diesem Server aufbauen. Allerdings müssen die CALs eindeutig zugewiesen sein. Es ist nicht erlaubt auf einem Server Lizenzen von Standard und Datacenter zu mischen. Sie dürfen eine Lizenz auch nicht auf mehrere Server aufsplitten.

Microsoft präferiert Abonnements anstatt Softwarekäufe

Mit dem neuen Lizenzprogramm „SA“ will es Microsoft seinen Kunden mit Software Assurance vereinfachen, zu einem Abonnement zu wechseln. Software soll nicht mehr gekauft, sondern als Abo gebucht werden. Kunden, die ein Enterprise Agreement abgeschlossen haben, dürfen während der Laufzeit alle aktuellen Versionen der enthaltenen Produkte nutzen. Wer zu einem Abo-Modell wechselt, erhält verschiedene Rabatte, mit denen bis zu 20% Ersparnis möglich sind.

Microsoft hatte in den Verträgen zunächst eine Klausel eingebunden, dass die vorhandenen, gekauften Lizenzen nicht weiterverkauft werden dürfen. Microsoft hat die Klauseln aber wieder entfernt, so dass es wieder möglich ist, die Lizenzen doch zu verkaufen. Auch hier ist es sinnvoll beim Wechsel eines Vertrages von SA zu einem Abo darauf zu achten, dass alte Lizenzen veräußert werden dürfen. Bei einem Wechsel auf das Abo-Modell sind die Lizenzen durch das Abonnement abgedeckt.

Monats- und Jahres-Abonnements bieten Flexibilität

Bei den verschiedenen Abo-Angeboten ändern sich auch die Laufzeit und das Zahlungsintervall. Microsoft stellt monatliche und jährliche Zahlung zur Wahl, die sich preislich unterscheiden. Bei Monats-Abos sind die Unternehmen flexibler, dafür ist der Preis höher, bei Jahres-Abos sind die Kunden länger gebunden, müssen im Jahresverlauf jedoch nicht mit Preiserhöhungen rechnen.

Upgrades sind während der Abo-Laufzeit jederzeit möglich, Downgrades jedoch nur zum Ende der Laufzeit. Natürlich ist bei einem Monats-Abo jederzeit ein Wechsel zu einem Jahres-Abo möglich. Auch diese Aspekte sind vor einem Abo-Abschluss eines Abos zu beachten.

Mit dem Umzug in die Cloud Lizenzkosten sparen

Mit dem Hybrid-Vorteil in Microsoft Azure können Unternehmen Lizenzen von lokalen Anwendungen in der Cloud nutzen und erhalten dafür einen Rabatt. Sinnvoll ist das, wenn ältere Server mit Windows Server 2012/2012 R2 in die Cloud umgezogen werden. Im Oktober 2023 läuft der Support für Windows Server 2012/2012 R2 aus und wer danach noch Updates erhalten will, muss mit hohen Kosten rechnen.

Die Extended Security Updates (ESU) sind bei einem Wechsel der Server in die Cloud aber kostenlos und der Azure-Hybrid-Vorteil kann zusätzlich genutzt werden. So lassen sich die Lizenzkosten erheblich reduzieren. Parallel dazu unterstützt Microsoft Unternehmen mit dem kostenlosen Azure Advisor, der Tipps gibt, wie die Ressourcen günstiger betrieben werden können.

29.04.2022