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ETHERNET INDUSTRIAL PROTOCOL FÜR INDUSTRIELLE UMGEBUNGEN

Das EtherNet Industrial Protocol ist ein in der Automatisierungstechnik und industriellen Netzwerken eingesetzter offener Feldbusstandard. Er basiert auf der Ethernet-Technologie und dem TCP/IP-Stack und eignet sich mit Zykluszeiten von wenigen Millisekunden für echtzeitnahe Anwendungen.

Das EtherNet Industrial Protocol (EtherNet/IP oder EIP) ist ein offener Feldbusstandard für industrielle Umgebungen, mit dem sich auf Ethernet basierende Feldbussysteme realisieren lassen. EIP setzt auf Ethernet und TCP/IP auf und nutzt auf der Anwendungsebene das Common Industrial Protocol (CIP). Mit Zykluszeiten von mehreren Millisekunden eignet sich die Technologie nur eingeschränkt für echte Realtime-Applikationen, ist jedoch für echtzeitnahe Anwendungen einsetzbar.

Funktionsweise und Vorteile

EIP baut auf den unteren Ebenen des ISO/OSI-Referenzmodells auf Ethernet auf und nutzt auf Vermittlungs- und Transportebene TCP/IP. Als Übertragungstechnik sind die üblicherweise verwendeten Kupferkabel- oder Glasfaser-basierten Technologien einsetzbar. Auch Zweidrahttechnologien wie Single Pair Ethernet (SPE) lassen sich nutzen.

EIP hat eine aktive Sterntopologie. Die einzelnen Geräte sind mit Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über Switches an das Netzwerk angebunden. Daten werden per UDP (Port 2222) oder per TCP (Port 44818) transportiert. Oberhalb des TCP- oder UDP-Transportprotokolls wird als Anwendungsprotokoll das Common Industrial Protocol (CIP) eingesetzt, welches auch für andere Feldbussysteme (z.B. DeviceNet oder ControlNet) genutzt wird.

Ein großer Vorteil von EIP ist, dass IP-Netze bis in Produktionsumgebungen durchgängig werden und eine umfassende Kommunikation ermöglichen.

28.03.2022